Burgenland: Priesternationalelf feiert 30-Jahr-Jubiläum mit Benefiz-Match gegen Slowenien

Ein runder Geburtstag im Zeichen des Glaubens, des Sports und der Nächstenliebe: Die österreichische Priester-Nationalmannschaft feiert am Montag, 17. August ihr 30-jähriges Bestehen. Standesgemäß mit einem Länderspiel, und zwar gegen die slowenische Priesterelf, wie Kapitän Michael Semmelmeyer und Zdravko Gasparic, Pfarrer von Olbendorf (Burgenland) berichten. Am Sportplatz von Olbendorf findet auch das Match statt. Beginn ist um 18 Uhr. Der Reinerlös der Begegnung kommt kriegsbetroffenen Kindern und der Lebensmittelhilfe in der Ukraine zugute. Auch extra gefertigte Solidaritätsdressen mit der Ukraine werden verkauft.

Seit drei Jahrzehnten beweist die Auswahl von Seelsorgern aus verschiedenen Diözesen und Nationalitäten, dass Fußball und Glaube eine kraftvolle Symbiose eingehen können. Der Reinerlös der Begegnung kommt kriegsbetroffenen Kindern in der Ukraine zugute.

Drei Jahrzehnte Fußball im Dienst der guten Sache

Was vor 30 Jahren als sportliche Initiative begann, hat sich zu einer festen Institution im österreichischen Fußball- und Kirchenleben entwickelt. Gründer der Elf ist der burgenländische Priester Željko Odobašić. Das „Wunder-Team“ läuft seither regelmäßig für den guten Zweck auf. Zu den historischen Meilensteinen zählen ein Länderspiel gegen Kroatien vor der Rekordkulisse von über 10.000 Zuschauern sowie ein legendäres Benefizmatch in Zwettl, durch dessen Erlös eine Armenschule in Peru finanziert werden konnte. Für großes Aufsehen sorgen auch immer wieder die Auftritte bei den Priester-Europameisterschaften, zuletzt im Februar im polnischen Lublin.

Generationenwechsel und starke Partner

Das Jubiläumsjahr markiert auch sportlich einen Generationenwechsel. Angeführt wird die Mannschaft von Kapitän und Abwehrchef Kaplan Michael Semmelmeyer (31) aus Perchtoldsdorf, erzählt Teamsprecher Wolfgang Zarl. Dennoch bleibt die Erfahrung ein tragendes Fundament: Die 65-jährige Ybbstaler Tormannlegende Pfarrer Hans Wurzer steht dem Kader weiterhin als Rückhalt zur Verfügung, so zZarl.

Ein neues Kapitel schlägt das Team auch auf den Trikots auf: Die Nationalmannschaft kooperiert mit der EVN sowie mit dem Hilfswerk „Kirche in Not“. Mit diesem starken Partner auf der Brust setzen die Priester bei ihren Einsätzen auf dem Rasen ein sichtbares Zeichen der Solidarität für verfolgte und bedrängte Christen weltweit.

Viele Fans

Sepp Eppensteiner, Vorsitzender der Diözesansportgemeinschaft Österreichs, würdigt die Elf: „Diese Elf bewegt die Kirche!“ Er wisse, dass viele dem Team die Daumen drücken, das Team sei sehr populär und sei eine „Win-win-Situation“ für die Kirche in Österreich: „Es sind sympathische Priester, die viele Fans anziehen, die gerne für soziale Projekte spenden!“